Internisten-Praxis Bardowicker Tor

Aktuelles

Wichtiger Hinweis zur aktuellen Corona-Virus-Lage: 

Liebe Patientinnen, liebe Patienten,

Sie bzw. auch Personen aus Ihrem Umfeld leiden  akut an Erkältungssymptome wie Husten und Fieber? Dazu hatten Sie Kontakt zu Leuten, die positiv zum Coronavirus getestet wurden? 

Dann empfehlen wir Ihnen:

  1. Rufen Sie uns umgehend in der Praxis an. Wir besprechen gemeinsam mit Ihnen zuerst am Telefon das weitere Vorgehen.

  2. Dieses gilt auch für den Fall, dass Sie als Betroffener bereits vor unserer Praxistür stehen – alternativ können Sie dann auch 3 x klingeln und warten, bis wir Sie oder den Betroffenen dort abholen.
    Wir werden Sie in unserer Praxis in einen isolierten separaten Wartebereich bringen, um Ansteckungen zu verhindern.

  3. Im Landkreis Lüneburg wurde aktuell eine zentrale Abstrich-Entnahmestelle eingerichtet, sowie ein Bürgertelefon (04131-261000). Bitte wenden Sie sich zunächst an das Bürgertelefon und gehen nicht direkt ohne Voranmeldung in die zentrale Abstrich-Entnahmestelle. 

  4. Ziel ist es, so wenig wie möglich Patientenkontakte mit Atemwegsinfekten in der Praxis zu haben. Bitte rufen Sie immer vorher an, um telefonisch zu klären, ob eine Vorstellung in der Praxis zur Untersuchung notwendig ist. Sollten Sie durch Überlastung unseres Telefonanschlusses keinen Erfolg haben, zögern Sie nicht, uns eine E-Mail zuzusenden. Wir melden uns zurück. Dies gilt lediglich für Atemwegsinfekte!

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Praxisteam

 

 

Verordnung von Krankengymnastik, Logopädie und Ergotherapie (Heilmittel) bei gesetzlich versicherten Patienten

 
Liebe Patientin, lieber Patient
 
Im Oktober 2019 wurden wir (Dr. Doßmann / Dr Dreyer) zu einem formellen "Beratungsgespräch" bei der kassenärztlichen Vereinigung eingeladen. Hier wurde uns mit sehr detaillierten Statistiken vor Augen geführt, dass wir mit unseren sogenannten Heilmittelverordnungen das Mittelmaß unserer Fachgruppe als Hausärzte  bei weitem überschreiten und dass uns damit sogenannte Regresse (Rückforderungen) in Höhe von mehreren 10.000 € drohen.
Falls Ihnen dieser Begriff nicht bekannt ist, so lassen sie uns erläutern, dass die Krankenkassen Strafzahlungen von Ärzten verlangen können, wenn Sie die "Wirtschaftlichkeitsgebote" nicht einhalten. Es muss also nicht der Patient für Verordnungen (Medikamente oder Heilmittel) zahlen, die nach Meinung der Kassen nicht gerechtfertigt sind, sondern der Arzt, der sie verordnet hat. Dabei geht es leider selten um den medizinischen Einzelfall, sondern oft um rein statistsche Werte!!!!
 
Sie können sich vielleicht vorstellen, dass eine Praxis dadurch in ihrer wirtschaftlichen Existenz gefährdet sein kann. Wir müssen also unser Verordnungsverhalten dringend an die Facharztgruppe der sonstigen Praktischen- und Hausärzte angleichen.
Für manche Heilmittel haben niedergelassene Fachärzte ein höheres "Budget", dürfen also mehr verordnen.
 
Bei akuten Verspannungen oder Rückenschmerzen sind Heilmittel in den ersten Tagen auch medizinisch meist nicht sinnvoll, da die meisten Beschwerden sich mit Schmerzmittel, Wärmekissen, Schonung oder auch entsprechenden Übungen innerhalb weniger Tage bessern, meist schon, bevor man den ersten Termin zu einer physiotherapeutischen Anwendungen hat. In Fällen, in denen das nicht besser wird, wird natürlich weiterhin auch unsererseits bei medizinischer Notwendigkeit Krankengymnastik verschrieben.
 
Für Dauerverordnungen und häufige Folgeverordnung von Krankengymnastik gibt es eine so genannte Indikationsliste, bei der eine bestimmte Diagnose medizinisch gesichert sein muss, um problemlos auch über einen langen Zeitraum Krankengymnastik verordnet zu bekommen. Diese Listen sind in der Praxis oder auch im Internet einsehbar (Suchworte "langfristiger Heilmittelbedarf / besonderer Verordnungsbedarf").
 
Nun gibt es durchaus Patientin, die die Diagnosekriterien dieser Ausnahmelisten nicht erfüllen und die trotzdem über einen längeren Zeitraum Krankengymnastik benötigen.
In diesem Fall muss der Patient formlos, aber persönlich eine Ausnahmegenehmigung bei der Krankenkasse beantragen (das nennt sich "Langfristgenehmigung"). Wenn wir die weiteren Verordnungen ausstellen sollen, brauchen wir darüber einen schriftlichen Beleg der Krankenkasse. Damit ist auch die Regressgefahr für unsere Praxis gebannt.
 
Ergotherapie-Verordnungen dürfen nur ausgestellt werden, wenn entsprechende Fachärzte (das sind meist Neurologen und Psychiater) eine "Eingangsdiagnostik" durchgeführt haben und uns eine Verordnungsempfehlung gegeben haben.
 
Um Logopädie-Verordnungen  ausstellen zu können, benötigen wir nunmehr eine Befunderhebung und eine Empfehlung vom HNO Arzt
 
Für eine längerfristige  Lymphdrainage kann es erforderlich werden, dass eine Empfehlung und Befunderhebung durch einen Angiologen erfolgen muss, das sollten Sie im Einzelfall mit Ihrem Arzt hier vor Ort besprechen
 
Wir bedauern diese Einschränkung unserer therapeutischen Freiheit außerordentlich und sind sicher, dass auch bisher kein Patient einfach aus Gefälligkeit eine solche Verordnung von uns bekommen hat.
Dennoch müssen wir uns ab sofort dringend aus wirtschaftlichen Überlegungen an die Bestimmungen als Vertragsärzte der gesetzlichen Krankenkassen halten.